• ilkaneuberger1

    Haustier aus Plastik?

    Tamagotchis – viele hatten es und fast jeder kennt es. Das kleine Tier, das der Fantasie entspringt, auf einer Konsole oder dem Handy. Füttern, spazieren gehen und spielen. Das Alles ist möglich mit den meist Fantasiewesen aus dem 20. Jahrhundert. Lange waren sie „ausgestorben“, doch jetzt bekommen sie ein Revival. Seit einigen Jahren werden kleine Roboter verkauft, die wie ein Hund oder eine Katze aussehen und agieren.

    Unschlagbare Vorteile dieser neuesten Technologie aus der Sicht von glücklichen Kunden: das Gassi gehen bleibt aus und, wenn in den Urlaub gefahren wird, wird einfach der Stecker gezogen. Ein universales Haustier für jedermann. Egal ob in der Stadt in einer kleinen Wohnung ohne Garten, oder bei Geschäftsleuten, die um die Welt jetten. Der Hund aus Plastik ist eine ideale Lösung für alle, die sich schon immer ein Haustier gewünscht haben.


    Worin der Sinn und Zweck einer solchen Anschaffung liegt, ist eindeutig: vor allem Menschen, die alleine leben fühlen sich mit dem kleinen Tier in Gesellschaft und können eine Beziehung aufbauen. Gassi gehen ist nicht mehr nötig. So ist dieses kleine „Wesen“, das nach der Arbeit auf das Herrchen wartet und es freudig empfängt der ideale Begleiter für die Zielgruppe.


    Die Vorteile sind also klar definiert. Doch kann so ein Wesen aus Plastik und ohne reale Emotionen und Gefühle ein lebendiges Tier ersetzen? Fakt ist, dass es heutzutage unzählige Möglichkeiten gibt die Mimik und Gestik zu imitieren. Die photorealistische Animation eines Hundegesichts auf dem Display der kleinen Roboter stellt kein Problem dar. Aber die vielen kleinen Anzeichen, die ein Mensch sendet, wenn er sich schlecht oder besonders gut fühlt, die kann nur ein lebendiges Tier oder wahrnehmen. Oft bemerken sie diese Gemütszustände schneller als der Mensch selbst. Dann wird das Tier aufmerksam und versucht, vor allem in schlechten Zeiten, das Herrchen aufzumuntern. Durch die Erfahrungen mit unserem Studio-Hund Wilma nehmen wir dies zumindest so wahr. Kann ein Roboter also diese Instinkte auch imitieren? Noch nicht, aber wer weiß, was uns in Zukunft noch erwartet.


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